Alle Beiträge mit den Schlagwort »fiktives wirtschaftliches Alternativverhalten«:

Bundessozialgericht B 1 KR 10/22 R

Kernpunkte: Die höchstrichterliche Rechtsprechung zur Entlassung und Wiederaufnahme aus „wirtschaftlichen Gründen“ ist seit dem 01.01.2019 überholt. Das „fiktive wirtschaftliche Alternativverhalten“ ist nicht mehr zu berücksichtigen. Eine Wiederaufnahme bei „nicht abgeschlossener Behandlung“ ist nicht per se schon ein Grund zur Fallzusammenführung.…

Bundessozialgericht B 1 KR 5/21 R

Kernpunkte: Wenn ein Krankenhaus eine unwirtschaftliche Behandlung durchgeführt hat und es eine wirtschaftliche Alternative gegeben hat, hat die Krankenkasse die erbrachten Leistungen auch ohne eine gesonderte gesetzliche Regelung so zu vergüten, als wären sie von dem Krankenhaus ambulant erbracht worden.…

Bundessozialgericht B 1 KR 6/19 R

Kernpunkte: Entlassung (3 Tage) zwischen Diagnostik und Therapie Lungenkarzinom „Fiktives wirtschaftliches Alternativverhalten“ Beurlaubung statt Entlassung verlangt – Krankenhaus verliert den Prozess     Bundessozialgericht Urteil vom 19.11.2019 Sozialgericht Hamburg S 56 KR 1970/14 Landessozialgericht Hamburg L 1 KR 68/18 Bundessozialgericht…

Bundessozialgericht B 1 KR 6/19 R

Kernpunkte: Wenn ein Patient wenige Tagen nach einer Probeentnahme erneut aufgenommen wird zur Durchführung einer OP, sind die Fälle zusammenzuführen. Eine Beurlaubung wäre als fiktives wirtschaftliches Alternativverhalten in Frage gekommen.       Bundessozialgericht Urteil vom 19.11.2019 Sozialgericht Hamburg S…

Bayrisches Landessozialgericht L 5 KR 631/17

Kernpunkte: Eine Beurlaubung liegt nur vor, wenn der Patient die Initiative ergreift und die (nicht abgeschlossene) Behandlung mit Zustimmung der Krankenhausärzte (sonst wäre es „Entlassung gegen ärztlichen Rat“) unterbricht. Wenn ein konservativer Behandlungsversuch abgeschlossen ist und eine operative Behandlung in…

Landessozialgericht Baden-Württemberg L 4 KR 72/17

    Kernpunkte: Patient mit bekanntem Magen-CA. Geplant war eine Laparoskopie zum Ausschluss einer Peritonealkarzinose. Danach sollte das weitere Prozedere festgelegt werden. Der Patient wollte auch eine Zweitmeinung einholen. Die Spiegelung erfolgte in einem Kurzaufenthalt. Drei Tage nach Entlassung ging…