Alle Beiträge aus der Kategorie »Bayern«:

Sozialgericht München S 15 KR 2343/18

Kernpunkte: Die Transportentfernung (Zeit zwischen Rettungstransportbeginn und Rettungstransportende) ist die Zeit, die der Patient im Transportmittel verbringt. Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls – Fall aus 2016     Sozialgericht München Gerichtsbescheid vom 27.04.2020 (nicht rechtskräftig) Sozialgericht München S 15 KR 2343/18…

Bayerisches Landessozialgericht L 5 KR 36/20 B ER

Kernpunkte: In der ersten Instanz wurde ein Anspruch der Kasse auf fristgerechte Erstellung eines MDK-Gutachtens verneint. Kassen, die große Mengen Prüfungen in Auftrag geben müssen hinnehmen, dass nicht alle Aufträge bearbeitet werden können. In der zweiten Instanz wird eine Entscheidung…

Sozialgericht Nürnberg S 21 KR 392/18

Kernpunkte: Eine Pilzpneumonie (B37.1) oder eine bakterielle Pneumonie (J15.8) dürfen bei dringendem Verdacht auch ohne Erregernachweis kodiert werden. Die Verdachtsdiagnosenregelung (DKR D008) wird auch für Nebendiagnosen angewendet. Schlagworte: Erregernachweis, Verdachtsdiagnose, Pneumonie, Candidose   Sozialgericht Nürnberg Urteil vom 25.11.2019 Aktenzeichen: S…

Sozialgericht Nürnberg S 21 KR 199/19

Kernpunkte: Es ist nicht notwendig seitens des Krankenhauses täglich zu dokumentieren „Patient anwesend“. Aus dem Fehlen eines Verlaufseintrags kann nicht geschlossen werden, dass der betroffene Patient nicht anwesend war. Weder dem Gesetz, noch den Entscheidungen des Bundessozialgerichts kann entnommen werden,…

Sozialgericht Nürnberg S 7 KR 35/17

Kernpunkte: Im Jahr 2015 galt die Beschränkung für die Kodierung der akuten Niereninsuffizienz (N17.-) auf Fälle mit “adäquatem Flüssigkeitszufuhr” ausschließlich für die Minderung der Diurese und nicht für den KRea-Anstieg. Im Jahr 2015 durfte ein akutes Nierenversagen Grad 1 auch…

Landessozialgericht Bayern L 5 KR 411/17

Kernpunkte: M96.6 periprothetische Fraktur nach medizinischen Maßnahmen kann nicht kodiert werden, wenn die Fraktur während des Eingriffes aufgetreten ist. Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 02.07.2019 (nicht rechtskräftig) Sozialgericht Landshut S 4 KR 369/12 Bayerisches Landessozialgericht L 5 KR 411/17   I.…
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Sozialgericht Nürnberg S 21 KR 652/18

Kernpunkte: Eine iatrogene Verletzung der Pleura bei einer Nierenteilresektion ist spezifisch als Pleuraverletzung (S27.6) und nicht mit der unspezifischen T81.2 – versehentliche intraoperative Verletzung zu kodieren.   Sozialgericht Nürnberg Urteil vom 03.05.2019 Leitsätze: Bei der Aufrechnung eines fristgerecht mitgeteilten Erstattungsanspruchs…
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Landessozialgericht München L 4 KR 6/18

Kernpunkte: Eine im Jahre 2012 geleistete Aufwandspauschale bei einer reinen Kodierprüfung unterliegt dem Prüfregime „sachlich rechnerische Prüfung“ und ist folglich ohne Rechtsgrund an den Krankenhausträger geleistet worden. Dennoch ist die Geltendmachung eines Rückzahlungsanspruchs einer vorbehaltlos bezahlten Aufwandspauschale nach dem Rechtsgedanken…

Bayrisches Landessozialgericht L 4 KR 427/17

Kernpunkt:   Eine „sachlich-rechnerische Prüfung“ ist gesetzlich nicht vorgesehen. Die Rechtsprechung des BSG reicht nicht, um ein derartiges Prüfregime verbindlich zu etablieren.   Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 28.03.2019 (nicht rechtskräftig) Sozialgericht Augsburg S 10 KR 741/16 Bayerisches Landessozialgericht L 4…

Bayerisches Landessozialgericht L 4 KR 476/17

Zusammenfassung: Behandlung 2012: Wegen einer Vorfußphlegmone bei diabetischem Fuß stationäre Behandlung mit letztlich Amputation Dig. I rechts. Dauer 21 Tage. Vier Tage nach Entlassung erneute Aufnahme wegen zunehmenden Schmerzen im anderen Fuß (links) bei pAVK. Hier wurde eine PTA durchgeführt. …

Bayrisches Landessozialgericht L 20 KR 148/18

Kernpunkte:   Bei der Abfrage der Reihenfolge der Partitionen von innerhalb der gleichen Hauptdiagnosegruppe erfolgenden Wiederaufnahmen (§ 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 FPV 2015) wird auf die Partition der unmittelbar zuvor abrechenbaren Fallpauschale abgestellt. Eine Fallzusammenführung nach §…

Sozialgericht Regensburg S 8 KR 749/17

Sozialgericht Regensburg Gerichtsbescheid vom 04.02.2019 (nicht rechtskräftig) Sozialgericht Regensburg S 8 KR 749/17 I. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 6.846,53 Euro zuzüglich Zinsen hieraus in Höhe von 4 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 12.01.2016 zu zahlen. II.…

Bayrisches Landessozialgericht L 5 KR 631/17

Kernpunkte: Eine Beurlaubung liegt nur vor, wenn der Patient die Initiative ergreift und die (nicht abgeschlossene) Behandlung mit Zustimmung der Krankenhausärzte (sonst wäre es „Entlassung gegen ärztlichen Rat“) unterbricht. Wenn ein konservativer Behandlungsversuch abgeschlossen ist und eine operative Behandlung in…

Sozialgericht Regensburg S 8 KR 699/17

Kernpunkte Eine Rechnungsänderung infolge einer MDK-Begehung ist zulässig. Wenn MDK und Krankenhaus sich in der Begehung auf die Änderung einigen und dies im Gutachten steht, kommt es nicht darauf an, dass die Rechnungsänderung erst Tage danach erfolgte. Über die Rechtmäßigkeit…

Bayerisches Landessozialgericht L 5 KR 403/14

Bayerisches Landessozialgericht Urteil vom 16.01.2018 (nicht rechtskräftig) Sozialgericht Regensburg S 14 KR 448/13 Bayerisches Landessozialgericht L 5 KR 403/14 I. Auf die Berufung der Klägerin wird der Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Regensburg vom 25.8.2014 aufgehoben und die Beklagte verurteilt, der Klägerin…

Bayrisches Landessozialgericht L 4 KR 509/17

    Kernpunkte: Eine schleppende Bearbeitung eines AHB-Antrags bei der gleichen Kasse, die dann anschließend die Langliegertage bestreitet, geht zu Lasten der Kasse. Voraussetzung: Eine Entlassung nach Hause oder in die Kurzzeitpflege war aus medizinischen Gründen nicht möglich.    …